Die Polizei Sabotierte das 1.
Mai-Fest
01. Mai 2006 23:33 Abgelegt
in:
Sicherheit
Der venezolanische Botschafter in der Schweiz und Marcela
Maspero vom venezolanischen Gewerkschaftsdachverband
UNT
Am 1. Mai-Fest in Zürich herscht immer eine spezielle Stimmung. Am
Anschluss an die Demo und die Kundgebung findet auf dem
Helvetiaplatz und im Zeughaus-Areal ein Fest statt, welches aus
einem Mix aus politischen Veranstaltungen, Informationstände,
Volkfest und Konzerten besteht. Schon am frühen Nachmittag, gibt es
eine erste Enttäuschung, da die Rede von Hugo Chavez nicht
übertragen wurde, da dieser seine Kuba-Reise um einen Tag
verlängern musste. Dafür war der venezolanische Botschafter
anwesend (siehe Bild).
Das Konzert von
Raggabund um 16:00 wurde zwischen durch Tränengas
belasteten Wind gestört.
Raggabund auf der Zeughausbühne
Das
Konzert von
No
Relax auf dem Helvetiaplatz musste abgebrochen werden. Die
Polizei hatte die Nachdemo Richtung Helvetiaplatz zurückgedrängt
und ist in der Folge mit Tränengas und Gummischrot auch gegen
Konzertbesucher vorgegangen. Konzert-Abbruch gab es später auch auf
der Bühne in der Ecke Zeughausgasse/Kanonengasse beim Konzert von
Berri
Txarrak und wenig später mussten die Auftritte auf der
Hip-Hop-Bühne in der Kanonengasse abgebrochen werden. Der Grund die
Polizei drängte die Teilnehmer der Nachdemo ins Publikum um dieses
danach mit Tränengas und Gummischrot anzugreifen. Tatsache ist im
Bereich des 1. Mai-Festes hatten die Steinewerfer "nur" auf die
Polizei im Steinen und Flaschen geworfen. In diesem Gebiet gab es
keine Sachbeschädigungen. Als die Polizei weg war flogen keine
Gegenstände mehr, dafür war der Helvetiaplatz noch Stunden nach dem
Polizei-Einsatz so stark mit Tränengas gesättigt, dass dieser wegen
Augenbrennen kaum mehr begangen werden konnte. Es sollte das Ziel
der Polizei sein, Gewalttäter zu verhaften. Dieses Ziel kann kaum
erreicht werden, in dem diese "Täter" in eine grosse Menschenmenge
hinein gedrängt werden! Das Konzertpublikum ist natürlich auch
nicht gerade erfreut, wenn ihr Konzert mit Tränengas und
Gummischrot aufgelöst wird. Die meisten wollen dann mal schauen was
los ist! Einige lassen dann ihre Wut raus, in dem diese auch noch
die Polizei mit Steinen bewerfen. Durch ihr vorgehen hat die
Zürcher Polzei, das 1. Maifest sabotiert, dafür geschaut, dass noch
mehr Leute Steine gegen sie werfen und verhindert das diese
verhaftet werden konnten. Wenn die Polizei ihre Taktik überdenken
würde. Kämen sie zu Schluss, gewalttägige Demonstranten nicht in
ein friedliches Fest hinein gejagt werden müssen. Diese Personen
müssen isoliert werden, dann können auch die richtigen verhaftet
werden.
Polizei-Einsatz auf dem Helvetia-Platz
Die Polizei kreist die Zeughausbühne ein
Die Zeughausbühne nach dem ersten Polizei-Einsatz
Das 1. Mai-Fest auf dem Zeughaus-Areal wird zum "festlichen
Gefängnis". Von der Polizei eingekreist gibt es nur noch einen
Ausgang!