Autofahrer, die Melkkuh der Nation?

Bürgerliche Politiker streichen gerne hervor, dass die Autofahrer alle kosten, welche sie verursachen auch bezahlen. Die hat auch Bundesrat Blocher getan, als er bei seiner Rede an der Auto Zürich sagte, dass die Autofahrer "die Melkkuh der Nation" seien. Grüne und Linke Politiker reagieren immer im dem sie sagen, dass die indirekten Kosten der motorisieren Individualverkehrs aber noch nicht bezahlt sind. Die Indirekten Kosten sind Gesundheits- und Umweltkosten, welche aus verständlichen Gründen nie ganz genau beziffert werden können. Doch werden überhaupt alle direkten Kosten des Autoverkehrs mit diesen Abgaben bezahlt. Die meisten Abgaben insbesondere die Treibstoffsteuern sind Zweckgebunden, dies macht Sinn, wenn damit Kostenwahrheit hergestellt wird. Es gibt aber nur eine Kostenwahrheit, wenn keine Ungebundenen Mittel in das System laufen. Bei den Nationalstrassen stimmt dies zum grösseren Teil, diese werden mit Bundesgeldern gebaut und gewartet. Die Kantons- und Gemeindestrassen werden aber besten Falls mit mit Bundesgeldern (Treibstoffsteuern) bezuschusst, der grösste Teil des Bau, sowie den ganzen Unterhalt wird mit regulären Steuereinnahmen von Kantonen und Gemeinden bezahlt und diese können diese Kosten teilweise kaum mehr tragen. Von den rund 80'000 km Strassen in der Schweiz sind nur rund 5000 km Nationalstrassen und diese verschlingen im Unterhalt nicht soviel Geld, wie auf 80'000 km Strasse mit Treibstoffsteuern eingenommen wird. Entweder muss der ganze Strassenbau und Unterhalt von den Abgaben und Steuern des motorisierten Individualverkehr beglichen werden, oder die Zweckbindung des der Treibstoffzölle muss aufgehoben werden. Sonst sieht es immer so aus, als ob die Autofahrer zu viel bezahlen, auch wenn sie gar nicht alles selber bezahlen.
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