Verkehr

Feinstaubfilter nur andersrum

Ich leiste zur Zeit einen Zivildiensteinsatz bei Greenpeace in Zürich. Bei den täglichen Mails zu den Umweltrelevanten Themen in den Schweizerzeitungen ist mir folgende Meldung der Aargauer Zeitung ins Auge gestochen:

Aargauer Zeitung vom 9.11.2007, Seite 36, Mehrzeiler, ird
Feinstaub belastet die Gesundheit erheblich. Vor allem Autofahrer sind den gefährlichen Partikeln ausgesetzt. Gängige Ventilatoren im Wageninnern können zwar Grobstaub, Pollen usw. zurückhalten, für Nanopartikel jedoch sind sie weitgehend durchlässig. Jetzt hat das Institut für Aerosol- und Sensortechnik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein Filtersystem entwickelt, das auch Nanopartikel wirkungsvoll entfernt. Es wurden zehn Prototypen gebaut, die in verschiedenen Fahrzeugen – Pw, Reisebus, Schulbus und Lastwagen – zu Testzwecken eingesetzt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lebensdauer des Filters an die 100 000 Kilometer beträgt. Somit kann er ohne weiteres beim normalen Service gewechselt werden.


Die Autofahren müssen sich also gegen den eigenen Dreck wehren. Wie mag es noch gehen bis 90% der Autos einen Feinstaubfilter für die saubere Luft im Auto haben, aber keinen der verhindert, dass Velofahrer, Fussgänger und Anwohner vom gefährlichen Feinstaub verschont bleiben. Ich finde diese Entwicklung auf eine Art beängstigend.

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Debatte Fussgängerstreifen

Im Tages Anzeiger vom 14.04.2007 (Seite 19) schreibt Marco Hüttenmoser, der Leiter der Forschungs- und Dokumentationsstelle Kind und Umwelt "Was der Fussgängerstreifen bringt" ein flammendes Plädoyer für den Fussgängerstreifen. Er kritisiert, den Trend "gefährliche" Fussgängerstreifen zu entfernen. Damit die Zahl der Umfälle auf Fussgängerstreifen sinkt und sagt aus, dass der Rückgang von verunfallten Kindern vor allem darauf zurückzuführen ist, dass diese sich weniger im Strassenraum bewegen.
Doch die Lösung muss nicht immer in einem Fussgängerstreifen liegen. Die massnahmen, welche Marco Hüttenmoser für mehr Sicherheit bei Fussgängerstreifen vorschlägt (Trottoirnasen, Mittelinsel, Temporeduktion des motorisierten Verkehrs) können auch ohne Fussgängerstreifen als Querungshilfen dienen. Die kann oft dort sinnvoll sein, wo die Verkehrmenge gering ist und viele Fussgänger (auch Kinder und alte Leute) neben dem Fussgängerstreifen queren. Man muss sich ins Bewusstsein rufen, dass ein Fussgängerstreifen nur eine Vortrittsmarkierung für Fussgänger darstellt und Fussgängerstreifen durch die 50 m Regel die Fussgänger auch zwingen dort zu queren. Fussgängerstreifen, stellen also eine Bündellung der Fussgängerquerungen dar, was für die Fussgänger oft mit Umwegen verbunden ist, diese nehmen die Umwege nur in Kauf, wenn tatsächlich Verkehr auf der Strasse ist und queren sonst möglichst Wunschlinien nach.
Das Konzept Fussgängerstreifen muss überarbeitet werden:
1. Die 50m-Regel muss aufgehoben werden. (Queren näher als 50m neben einem Fussgängerstreifen ist verboten)
2. Im schweizerischen Strassenverkehrsgesetz muss eine Mittelding zwischen Fussgängerstreifen (Vortrittsmarkierung) und nichts ermöglicht werden. Querungshilfen auch ohne Vortritt ermöglichen. (Fussgängerfurt)
Also Fussgängerstreifen sind nicht die Lösung für jedes Fussverkehrsproblem. Die ersatzlose Aufhebung von Fussgängerstreifen auch nicht die Lösung. Das Kinder sich kaum noch selbständig im Strassenraum bewegen liegt oft mehr an den sehr ängstlichen Eltern. In meiner Nebentätigkeit als Mitarbeiter in einem Verkehrsplanungsbüro kommt es mir oft so vor, dass je sicherer eine Strasse ist, desto grössere Probleme sehen die Anwohner mit Kinder.
Es ist wichtig, dass eine kohärentes, engmaschiges Langsamverkehrsnetz aufgebaut und unterhalten wird. Dabei sind den Querungspunkten besondere Beachtung zu schenken.
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TELE ZÜRI ...fährt Honda.

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Wenn ich ehrlich bin hab ich die Hondas von Tele Züri noch selten fahrend gesehen. Vielmehr stehen diese Hondas in der Stadt rum. Daher müsste die Aufschrift eigentlich heissen: TELE ZÜRI ...parkiert Hondas.
Wie es diese Fotos von einem parkierten TELE ZÜRI-Honda in Wipkingen zeigen: Die TELE ZÜRI-MitarbeiterInnen stellen ihr Fahrzeug nicht immer in ein Parkfeld. Mein Eindruck ist es, dass dies sogar ziemlich oft der Fall ist. Ich hatte einfach nur dieses mal einen Fotoapparat dabei. Wer mit der Fahrzeugflotte seines Unternehmens Werbung machen will, der muss dafür sorgen, dass die MitarbeiterInnen sich an die Verkehrsregeln halten, sonst kann Werbung zur Anti-Werbung werden.
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ÖV schafft Arbeitsplätze

Im Auftrag von umverkehR erstellte das Beratungsbüro econcept die Studie «Arbeitsplätze durch Umlagerung von Treibstoffzollgeldern». Darin wird untersucht, wie sich die Verlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr auf die Beschäftigung im Jahre 2025 auswirkt. Das Fazit der an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellten Studie ist erfreulich: Dank der Umlagerung können unter dem Strich rund 7000 bis 14'000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In einer Aktion visualisierte umverkehR die neu geschaffenen Stellen und hängte auf dem Waisenhausplatz in Bern Tausende von Arbeitsverträgen auf.

Christian Harb, Präsident von umverkehR, kommentiert die Ergebnisse der Studie «Arbeitsplätze durch Umlagerung von Treibstoffzollgeldern» an einer Medienkonferenz in Bern als dreifache Chance für die Schweiz: «Die Umlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum ÖV ist eine Chance für die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zugleich. Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit galten bisher als Killerargument für Umweltanliegen – zu unrecht.» Auch Adrian Wüthrich, Sachbearbeiter Verkehrspolitik beim Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV), begrüsst die Studie: «Die Arbeitsplätze in der ÖV-Branche sind gute Arbeitsplätze. Mit der umverkehR-Idee könnten für viele Tausend Beschäftigte bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.»
Mit der von umverkehR vorgeschlagenen Umlagerung von der Strasse auf die Schiene können laut der Studie bis ins Jahr 2025 rund 7000 bis 14'000 zusätzliche Stellen entstehen, ohne dass dabei in einer Brache Arbeitsplätze verloren gehen. Langfristig findet so immerhin jeder zehnte Arbeitslose wieder einen Job. umverkehR nahm das positive Fazit zum Anlass auf dem Waisenhausplatz, Mitten im Zentrum von Bern, die neu geschaffenen Arbeitsplätze mit einer Aktion darzustellen: An Wäscheleinen wurden Tausende von Arbeitsverträgen aufgehängt.
Wie die Studie weiter aufzeigt, gibt die von umverkehR propagierte verkehrspolitische Kehrtwende auch einen gesellschaftlichen Nutzen. Statt für das verhältnismässig teure Autofahren werden künftig günstigere Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder das Velo benutzt. Die eingesparten Gelder werden für andere Konsumbedürfnisse ausgegeben: So profitieren schlussendlich auch die Beizerin um die Ecke, der Coiffeur oder der Spielwarenladen.
Zu guter Letzt profitiert die Umwelt: die CO2-Emissionen werden reduziert und die Verkehrsprobleme in den Agglomerationen vermindert. Der vom Bundesrat vorgeschlagene Infrastrukturfonds dagegen – eine Neuauflage von Avanti ohne Gotthard – widerspricht dem Volkswillen. Der unaufhörliche Ausbau der Nationalstrassen verschlingt nicht nur Milliarden von Franken, er bringt auch Mehrverkehr und damit mehr Probleme. umverkehR fordert deshalb, dass die Agglomerationsprogramme konsequent auf Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden müssen und auf einen Ausbau des Nationalstrassennetzes in Städten und Agglomerationen verzichtet wird.

Download der Studie als Zusammenfassung oder in vollem Umfang.
Anmerkung: Der Artikel wurde von
umverkehR übernommen.

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Autofahrer, die Melkkuh der Nation?

Bürgerliche Politiker streichen gerne hervor, dass die Autofahrer alle kosten, welche sie verursachen auch bezahlen. Die hat auch Bundesrat Blocher getan, als er bei seiner Rede an der Auto Zürich sagte, dass die Autofahrer "die Melkkuh der Nation" seien. Grüne und Linke Politiker reagieren immer im dem sie sagen, dass die indirekten Kosten der motorisieren Individualverkehrs aber noch nicht bezahlt sind. Die Indirekten Kosten sind Gesundheits- und Umweltkosten, welche aus verständlichen Gründen nie ganz genau beziffert werden können. Doch werden überhaupt alle direkten Kosten des Autoverkehrs mit diesen Abgaben bezahlt. Die meisten Abgaben insbesondere die Treibstoffsteuern sind Zweckgebunden, dies macht Sinn, wenn damit Kostenwahrheit hergestellt wird. Es gibt aber nur eine Kostenwahrheit, wenn keine Ungebundenen Mittel in das System laufen. Bei den Nationalstrassen stimmt dies zum grösseren Teil, diese werden mit Bundesgeldern gebaut und gewartet. Die Kantons- und Gemeindestrassen werden aber besten Falls mit mit Bundesgeldern (Treibstoffsteuern) bezuschusst, der grösste Teil des Bau, sowie den ganzen Unterhalt wird mit regulären Steuereinnahmen von Kantonen und Gemeinden bezahlt und diese können diese Kosten teilweise kaum mehr tragen. Von den rund 80'000 km Strassen in der Schweiz sind nur rund 5000 km Nationalstrassen und diese verschlingen im Unterhalt nicht soviel Geld, wie auf 80'000 km Strasse mit Treibstoffsteuern eingenommen wird. Entweder muss der ganze Strassenbau und Unterhalt von den Abgaben und Steuern des motorisierten Individualverkehr beglichen werden, oder die Zweckbindung des der Treibstoffzölle muss aufgehoben werden. Sonst sieht es immer so aus, als ob die Autofahrer zu viel bezahlen, auch wenn sie gar nicht alles selber bezahlen.
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Autofahren gefährdet die Gesundheit ihrer Mitmenschen

stadtrat
"Jeder halbe Kilometer Hauptverkehrsstrasse mehr im Radius von 200 Metern erhöhe das Risiko für Atemnot um elf Prozent, so die Wissenschaftler [Lucy Bayer-Oglesby und Team von der Universiät Basel]. Je grösser der Abstand zu Hauptverkehrswegen, desto besser. Bessondersgefährdet, wer näher als 20 Meter an einer verkehrsreichen Strasse lebt." (Tagesanzeiger vom 14.10.2005)

"Autofahren tötet" durch Verkehrsunfälle ist schon lange bekannt. "Autofahren gefährdet die Gesundheit ihrer Mitmenschen", duch Schadstoffausstoss und Lärm wird durch immer mehr Studien bestätigt. Trotzdem darf für Auto immer noch ohne Gesundheits hinweis geworben werden. Es ist korrekt mit Verschäungen im Arbeitsgesetz, die Angestellten vor Tabakrauch zu schützen. Doch zur Zeit denken noch zuwenige daran die Städtische Wohnbwölkerung von Abgasen und Lärm durch den Autoverkehr zu schützen. Wenigstens zeigt die IG WesttagentePlus mit einer Kleberaktion, wer dafür auch noch die Verantwortung zu tragen hat:

Die städtische und kantonale Politik!
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