16. November 2007 18:04
Ich leiste zur Zeit einen
Zivildiensteinsatz bei
Greenpeace in Zürich. Bei den täglichen Mails zu den
Umweltrelevanten Themen in den Schweizerzeitungen ist mir folgende
Meldung der Aargauer Zeitung ins Auge gestochen:
Aargauer Zeitung vom 9.11.2007, Seite 36, Mehrzeiler, ird
Feinstaub belastet die Gesundheit erheblich. Vor allem Autofahrer
sind den gefährlichen Partikeln ausgesetzt. Gängige Ventilatoren im
Wageninnern können zwar Grobstaub, Pollen usw. zurückhalten, für
Nanopartikel jedoch sind sie weitgehend durchlässig. Jetzt hat das
Institut für Aerosol- und Sensortechnik der Fachhochschule
Nordwestschweiz (FHNW) ein Filtersystem entwickelt, das auch
Nanopartikel wirkungsvoll entfernt. Es wurden zehn Prototypen
gebaut, die in verschiedenen Fahrzeugen – Pw, Reisebus,
Schulbus und Lastwagen – zu Testzwecken eingesetzt wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Lebensdauer des Filters an die 100
000 Kilometer beträgt. Somit kann er ohne weiteres beim normalen
Service gewechselt werden.
Die Autofahren müssen sich also gegen den eigenen Dreck wehren. Wie
mag es noch gehen bis 90% der Autos einen Feinstaubfilter für die
saubere Luft im Auto haben, aber keinen der verhindert, dass
Velofahrer, Fussgänger und Anwohner vom gefährlichen Feinstaub
verschont bleiben. Ich finde diese Entwicklung auf eine Art
beängstigend.
15. April 2007 12:18
Im Tages Anzeiger vom 14.04.2007
(Seite 19) schreibt Marco Hüttenmoser, der Leiter der Forschungs-
und Dokumentationsstelle Kind und Umwelt "Was der
Fussgängerstreifen bringt" ein flammendes Plädoyer für den
Fussgängerstreifen. Er kritisiert, den Trend "gefährliche"
Fussgängerstreifen zu entfernen. Damit die Zahl der Umfälle auf
Fussgängerstreifen sinkt und sagt aus, dass der Rückgang von
verunfallten Kindern vor allem darauf zurückzuführen ist, dass
diese sich weniger im Strassenraum bewegen.
Doch die Lösung muss nicht immer in einem Fussgängerstreifen
liegen. Die massnahmen, welche Marco Hüttenmoser für mehr
Sicherheit bei Fussgängerstreifen vorschlägt (Trottoirnasen,
Mittelinsel, Temporeduktion des motorisierten Verkehrs) können auch
ohne Fussgängerstreifen als Querungshilfen dienen. Die kann oft
dort sinnvoll sein, wo die Verkehrmenge gering ist und viele
Fussgänger (auch Kinder und alte Leute) neben dem
Fussgängerstreifen queren. Man muss sich ins Bewusstsein rufen,
dass ein Fussgängerstreifen nur eine Vortrittsmarkierung für
Fussgänger darstellt und Fussgängerstreifen durch die 50 m Regel
die Fussgänger auch zwingen dort zu queren. Fussgängerstreifen,
stellen also eine Bündellung der Fussgängerquerungen dar, was für
die Fussgänger oft mit Umwegen verbunden ist, diese nehmen die
Umwege nur in Kauf, wenn tatsächlich Verkehr auf der Strasse ist
und queren sonst möglichst Wunschlinien nach.
Das Konzept Fussgängerstreifen muss überarbeitet werden:
1. Die 50m-Regel muss aufgehoben werden. (Queren näher als 50m
neben einem Fussgängerstreifen ist verboten)
2. Im schweizerischen Strassenverkehrsgesetz muss eine Mittelding
zwischen Fussgängerstreifen (Vortrittsmarkierung) und nichts
ermöglicht werden. Querungshilfen auch ohne Vortritt ermöglichen.
(Fussgängerfurt)
Also Fussgängerstreifen sind nicht die Lösung für jedes
Fussverkehrsproblem. Die ersatzlose Aufhebung von
Fussgängerstreifen auch nicht die Lösung. Das Kinder sich kaum noch
selbständig im Strassenraum bewegen liegt oft mehr an den sehr
ängstlichen Eltern. In meiner Nebentätigkeit als Mitarbeiter in
einem Verkehrsplanungsbüro kommt es mir oft so vor, dass je
sicherer eine Strasse ist, desto grössere Probleme sehen die
Anwohner mit Kinder.
Es ist wichtig, dass eine kohärentes, engmaschiges
Langsamverkehrsnetz aufgebaut und unterhalten wird. Dabei sind den
Querungspunkten besondere Beachtung zu schenken.
02. Dezember 2006 12:33

Wenn ich ehrlich bin hab ich die Hondas von Tele Züri noch selten
fahrend gesehen. Vielmehr stehen diese Hondas in der Stadt rum.
Daher müsste die Aufschrift eigentlich heissen:
TELE ZÜRI
...parkiert Hondas.
Wie es diese Fotos von einem parkierten TELE ZÜRI-Honda in
Wipkingen zeigen: Die TELE ZÜRI-MitarbeiterInnen stellen ihr
Fahrzeug nicht immer in ein Parkfeld. Mein Eindruck ist es, dass
dies sogar ziemlich oft der Fall ist. Ich hatte einfach nur dieses
mal einen Fotoapparat dabei. Wer mit der Fahrzeugflotte seines
Unternehmens Werbung machen will, der muss dafür sorgen, dass die
MitarbeiterInnen sich an die Verkehrsregeln halten, sonst kann
Werbung zur Anti-Werbung werden.
16. Januar 2006 17:40
Im Auftrag von umverkehR
erstellte das Beratungsbüro econcept die Studie «Arbeitsplätze
durch Umlagerung von Treibstoffzollgeldern». Darin wird untersucht,
wie sich die Verlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum
Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr auf die Beschäftigung im
Jahre 2025 auswirkt. Das Fazit der an einer Medienkonferenz in Bern
vorgestellten Studie ist erfreulich: Dank der Umlagerung können
unter dem Strich rund 7000 bis 14'000 neue Arbeitsplätze geschaffen
werden. In einer Aktion visualisierte umverkehR die neu
geschaffenen Stellen und hängte auf dem Waisenhausplatz in Bern
Tausende von Arbeitsverträgen auf.
Christian Harb, Präsident von umverkehR, kommentiert die Ergebnisse
der Studie «Arbeitsplätze durch Umlagerung von
Treibstoffzollgeldern» an einer Medienkonferenz in Bern als
dreifache Chance für die Schweiz: «Die Umlagerung eines Drittels
der Treibstoffzölle hin zum ÖV ist eine Chance für die Wirtschaft,
Gesellschaft und Umwelt zugleich. Wirtschaftswachstum und
Arbeitslosigkeit galten bisher als Killerargument für
Umweltanliegen – zu unrecht.» Auch Adrian Wüthrich,
Sachbearbeiter Verkehrspolitik beim Schweizerischen Eisenbahn- und
Verkehrspersonal-Verband (SEV), begrüsst die Studie: «Die
Arbeitsplätze in der ÖV-Branche sind gute Arbeitsplätze. Mit der
umverkehR-Idee könnten für viele Tausend Beschäftigte bessere
Arbeitsbedingungen geschaffen werden.»
Mit der von umverkehR vorgeschlagenen Umlagerung von der Strasse
auf die Schiene können laut der Studie bis ins Jahr 2025 rund 7000
bis 14'000 zusätzliche Stellen entstehen, ohne dass dabei in einer
Brache Arbeitsplätze verloren gehen. Langfristig findet so immerhin
jeder zehnte Arbeitslose wieder einen Job. umverkehR nahm das
positive Fazit zum Anlass auf dem Waisenhausplatz, Mitten im
Zentrum von Bern, die neu geschaffenen Arbeitsplätze mit einer
Aktion darzustellen: An Wäscheleinen wurden Tausende von
Arbeitsverträgen aufgehängt.
Wie die Studie weiter aufzeigt, gibt die von umverkehR propagierte
verkehrspolitische Kehrtwende auch einen gesellschaftlichen Nutzen.
Statt für das verhältnismässig teure Autofahren werden künftig
günstigere Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder das Velo benutzt. Die
eingesparten Gelder werden für andere Konsumbedürfnisse ausgegeben:
So profitieren schlussendlich auch die Beizerin um die Ecke, der
Coiffeur oder der Spielwarenladen.
Zu guter Letzt profitiert die Umwelt: die CO2-Emissionen werden
reduziert und die Verkehrsprobleme in den Agglomerationen
vermindert. Der vom Bundesrat vorgeschlagene Infrastrukturfonds
dagegen – eine Neuauflage von Avanti ohne Gotthard –
widerspricht dem Volkswillen. Der unaufhörliche Ausbau der
Nationalstrassen verschlingt nicht nur Milliarden von Franken, er
bringt auch Mehrverkehr und damit mehr Probleme. umverkehR fordert
deshalb, dass die Agglomerationsprogramme konsequent auf Bahn und
Bus, Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden müssen und auf einen
Ausbau des Nationalstrassennetzes in Städten und Agglomerationen
verzichtet wird.
Download der Studie als Zusammenfassung oder in vollem Umfang.
Anmerkung: Der Artikel wurde von umverkehR
übernommen.
08. November 2005 18:49
Bürgerliche Politiker streichen gerne
hervor, dass die Autofahrer alle kosten, welche sie verursachen
auch bezahlen. Die hat auch
Bundesrat Blocher getan, als er bei seiner Rede an
der
Auto
Zürich sagte, dass die Autofahrer "die Melkkuh der Nation"
seien. Grüne und Linke Politiker reagieren immer im dem sie sagen,
dass die indirekten Kosten der motorisieren Individualverkehrs aber
noch nicht bezahlt sind. Die Indirekten Kosten sind Gesundheits-
und Umweltkosten, welche aus verständlichen Gründen nie ganz genau
beziffert werden können. Doch werden überhaupt alle direkten Kosten
des Autoverkehrs mit diesen Abgaben bezahlt. Die meisten Abgaben
insbesondere die Treibstoffsteuern sind Zweckgebunden, dies macht
Sinn, wenn damit Kostenwahrheit hergestellt wird. Es gibt aber nur
eine Kostenwahrheit, wenn keine Ungebundenen Mittel in das System
laufen. Bei den Nationalstrassen stimmt dies zum grösseren Teil,
diese werden mit Bundesgeldern gebaut und gewartet. Die Kantons-
und Gemeindestrassen werden aber besten Falls mit mit Bundesgeldern
(Treibstoffsteuern) bezuschusst, der grösste Teil des Bau, sowie
den ganzen Unterhalt wird mit regulären Steuereinnahmen von
Kantonen und Gemeinden bezahlt und diese können diese Kosten
teilweise kaum mehr tragen. Von den rund 80'000 km Strassen in der
Schweiz sind nur rund 5000 km Nationalstrassen und diese
verschlingen im Unterhalt nicht soviel Geld, wie auf 80'000 km
Strasse mit Treibstoffsteuern eingenommen wird. Entweder muss der
ganze Strassenbau und Unterhalt von den Abgaben und Steuern des
motorisierten Individualverkehr beglichen werden, oder die
Zweckbindung des der Treibstoffzölle muss
aufgehoben werden. Sonst sieht es immer so aus, als ob die
Autofahrer zu viel bezahlen, auch wenn sie gar nicht alles selber
bezahlen.
14. Oktober 2005 10:49
"Jeder halbe Kilometer Hauptverkehrsstrasse mehr im Radius von 200
Metern erhöhe das Risiko für Atemnot um elf Prozent, so die
Wissenschaftler [Lucy Bayer-Oglesby und Team von der Universiät
Basel]. Je grösser der Abstand zu Hauptverkehrswegen, desto besser.
Bessondersgefährdet, wer näher als 20 Meter an einer
verkehrsreichen Strasse lebt." (
Tagesanzeiger vom
14.10.2005)
"Autofahren tötet" durch Verkehrsunfälle ist schon lange bekannt.
"Autofahren gefährdet die Gesundheit ihrer Mitmenschen", duch
Schadstoffausstoss und Lärm wird durch immer mehr Studien
bestätigt. Trotzdem darf für Auto immer noch ohne Gesundheits
hinweis geworben werden. Es ist korrekt mit Verschäungen im
Arbeitsgesetz, die Angestellten vor Tabakrauch zu schützen. Doch
zur Zeit denken noch zuwenige daran die Städtische Wohnbwölkerung
von Abgasen und Lärm durch den Autoverkehr zu schützen. Wenigstens
zeigt die
IG
WesttagentePlus mit einer Kleberaktion, wer dafür auch noch die
Verantwortung zu tragen hat:
Die städtische und kantonale Politik!