ÖV schafft Arbeitsplätze

Im Auftrag von umverkehR erstellte das Beratungsbüro econcept die Studie «Arbeitsplätze durch Umlagerung von Treibstoffzollgeldern». Darin wird untersucht, wie sich die Verlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr auf die Beschäftigung im Jahre 2025 auswirkt. Das Fazit der an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellten Studie ist erfreulich: Dank der Umlagerung können unter dem Strich rund 7000 bis 14'000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In einer Aktion visualisierte umverkehR die neu geschaffenen Stellen und hängte auf dem Waisenhausplatz in Bern Tausende von Arbeitsverträgen auf.

Christian Harb, Präsident von umverkehR, kommentiert die Ergebnisse der Studie «Arbeitsplätze durch Umlagerung von Treibstoffzollgeldern» an einer Medienkonferenz in Bern als dreifache Chance für die Schweiz: «Die Umlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum ÖV ist eine Chance für die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zugleich. Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit galten bisher als Killerargument für Umweltanliegen – zu unrecht.» Auch Adrian Wüthrich, Sachbearbeiter Verkehrspolitik beim Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV), begrüsst die Studie: «Die Arbeitsplätze in der ÖV-Branche sind gute Arbeitsplätze. Mit der umverkehR-Idee könnten für viele Tausend Beschäftigte bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.»
Mit der von umverkehR vorgeschlagenen Umlagerung von der Strasse auf die Schiene können laut der Studie bis ins Jahr 2025 rund 7000 bis 14'000 zusätzliche Stellen entstehen, ohne dass dabei in einer Brache Arbeitsplätze verloren gehen. Langfristig findet so immerhin jeder zehnte Arbeitslose wieder einen Job. umverkehR nahm das positive Fazit zum Anlass auf dem Waisenhausplatz, Mitten im Zentrum von Bern, die neu geschaffenen Arbeitsplätze mit einer Aktion darzustellen: An Wäscheleinen wurden Tausende von Arbeitsverträgen aufgehängt.
Wie die Studie weiter aufzeigt, gibt die von umverkehR propagierte verkehrspolitische Kehrtwende auch einen gesellschaftlichen Nutzen. Statt für das verhältnismässig teure Autofahren werden künftig günstigere Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder das Velo benutzt. Die eingesparten Gelder werden für andere Konsumbedürfnisse ausgegeben: So profitieren schlussendlich auch die Beizerin um die Ecke, der Coiffeur oder der Spielwarenladen.
Zu guter Letzt profitiert die Umwelt: die CO2-Emissionen werden reduziert und die Verkehrsprobleme in den Agglomerationen vermindert. Der vom Bundesrat vorgeschlagene Infrastrukturfonds dagegen – eine Neuauflage von Avanti ohne Gotthard – widerspricht dem Volkswillen. Der unaufhörliche Ausbau der Nationalstrassen verschlingt nicht nur Milliarden von Franken, er bringt auch Mehrverkehr und damit mehr Probleme. umverkehR fordert deshalb, dass die Agglomerationsprogramme konsequent auf Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden müssen und auf einen Ausbau des Nationalstrassennetzes in Städten und Agglomerationen verzichtet wird.

Download der Studie als Zusammenfassung oder in vollem Umfang.
Anmerkung: Der Artikel wurde von
umverkehR übernommen.

arbeitsplaetze3
|