25. August 2007 10:49 Abgelegt
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Sicherheit | Zürich
Wie der Tagesanzeiger am 23. August
2007 berichtete hat das 1. Mai Komitee in Zürich entschieden, dass
nächstes Jahr der Umzug und das Fest zum 1. Mai 2008 an zwei
verschiedenen Tagen stattfinden soll. Dadurch sollen gemäss 1. Mai
Komitee Ausschreitungen verhindert werden. Ich bin sicher, dass
diese Annahme falsch ist. Mit der Massnahme kann zwar verhindert
werden, dass die Besucher des 1. Mai-Festes in Schusslinie der
polizeilichen Ausschreitungsbekämpfung kommen, was in den letzten
Jahren regelmässig passiert.
Was wird nun nach dem offiziellen Umzug und der Schlusskundgebung
passieren, wenn kein 1. Mai-Fest stattfindet. Meiner Ansicht nach
werden mehr Leute nicht wissen, was sie mit dem freien Tag tun
sollen und werden sich Nachdemos anschliessen und dadurch können
Ausschreitungswillige effektiver Handeln. Nur die Polizei wird die
"Chaoten" nicht mehr ins 1. Mai-Fest treiben können.
Schade ist die Entscheidung auch für den offiziellen Umzug. Es
stellt sich die Frage, ob ohne nachträgliches Fest nicht weniger
Leute an den Umzug kommen.
Ausschreitungsbekämpfung ist die Aufgabe der Polizei und es ist
auch die Aufgabe der Polizei zu verhindern, dass gewalttätige Leute
im der friedlichen Menge des 1. Mai Festes untertauchen können. Nur
weil bisher die Polizeitaktik versagt hat müssen jetzt Tausende auf
ein gemütliches Fest nach dem 1. Mai-Umzug verzichten müssen. Würde
die Polizei auch gewalttätige Demonstranten ins Sechseläuten-Fest
treiben, wie sie es regelmässig am 1. Mai macht?
Tags:1. Mai, Polizei