Polizei

Zürich, 1. Mai 2008: Es wird mehr Ausschreitungen geben!

Wie der Tagesanzeiger am 23. August 2007 berichtete hat das 1. Mai Komitee in Zürich entschieden, dass nächstes Jahr der Umzug und das Fest zum 1. Mai 2008 an zwei verschiedenen Tagen stattfinden soll. Dadurch sollen gemäss 1. Mai Komitee Ausschreitungen verhindert werden. Ich bin sicher, dass diese Annahme falsch ist. Mit der Massnahme kann zwar verhindert werden, dass die Besucher des 1. Mai-Festes in Schusslinie der polizeilichen Ausschreitungsbekämpfung kommen, was in den letzten Jahren regelmässig passiert.
Was wird nun nach dem offiziellen Umzug und der Schlusskundgebung passieren, wenn kein 1. Mai-Fest stattfindet. Meiner Ansicht nach werden mehr Leute nicht wissen, was sie mit dem freien Tag tun sollen und werden sich Nachdemos anschliessen und dadurch können Ausschreitungswillige effektiver Handeln. Nur die Polizei wird die "Chaoten" nicht mehr ins 1. Mai-Fest treiben können.
Schade ist die Entscheidung auch für den offiziellen Umzug. Es stellt sich die Frage, ob ohne nachträgliches Fest nicht weniger Leute an den Umzug kommen.

Ausschreitungsbekämpfung ist die Aufgabe der Polizei und es ist auch die Aufgabe der Polizei zu verhindern, dass gewalttätige Leute im der friedlichen Menge des 1. Mai Festes untertauchen können. Nur weil bisher die Polizeitaktik versagt hat müssen jetzt Tausende auf ein gemütliches Fest nach dem 1. Mai-Umzug verzichten müssen. Würde die Polizei auch gewalttätige Demonstranten ins Sechseläuten-Fest treiben, wie sie es regelmässig am 1. Mai macht?
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